Die Expositur in Schweden. Das „Nutella Brot“ in Stockholm

Anreise:

Lehrerinnen und Schüler/Innen der HLMW9 treffen sich am Dienstag, den 13.03.18 um 5.00 Uhr morgens, am Flughafen Wien. Zwischen den vielen müden Gesichtern finden sich einige fröhliche Gesichter. Viele der Schüler/Innen fliegen zum ersten Mal mit dem Flugzeug.  Anschließend geht es zum Check-In. Wir brauchen alle viel Geduld, weil wir die Flugtickets neu ausdrucken müssen und das Flughafen Personal hektisch ist und unter Stress steht. Es ist geschafft, um 6.50 hebt unser Flieger ab, um 9.10 landen wir in Stockholm am Flughafen Arlanda.

Ankunft:

Es schneit und der Wind ist ungewohnt eisig, ganz anders als beim Abflug in Wien, wo der Frühling bereits angebrochen ist.  Nach endlos erscheinender Suche nach unserem dortigen Heim, kommen wir letztlich wohlbehalten aber einigermaßen durchfroren an. Wir beziehen unsere Zimmer. Das Mittagessen nehmen wir im Hotel ein. Ich bestelle mir Fleischbällchen, die in Schweden so beliebt sind.

Erster Ausflug:

Nach dem gemütlichen Essen geht es in die Altstadt von Stockholm. Wir besichtigen das Schloss Dottingholm. Meine Augen glänzen richtig, ich freue mich, denn ich interessiere mich seit Langem für das schwedische Königshaus. Dottingholm ist großartig, einer meiner Träume geht in Erfüllung. Am Abend sitzen wir, die Reisegruppe der HLMW9, in einem Zimmer und plaudern, es herrscht eine ausgelassene Stimmung, wir lachen viel und spielen verschiedene Spiele.

Der zweite Tag:

Das Frühstück ist perfekt, es gibt eine große Auswahl und auch Nutella. Es geht zur Stockholmer Universität. Wir besuchen einen Freund von unserer ÖGS Lehrerin, Frau Lydia Fenkart. Er stammt aus Wien und lebt jetzt in Schweden. Er ist Gehörbeeinträchtigt und arbeitet an der Uni Stockholm im Bereich Linguistik-Gebärdensprach-Forschung. Es gibt dort tatsächlich einen eignen Lehrstuhl für die Gebärdensprach-Forschung. Echt toll, da kann sich Österreich etwas abschauen. Der Vortrag ist nach zwei Stunden beendet, wir gehen in die Uni-Mensa um etwas zu essen. Es herrscht wieder Aufbruchstimmung! Wir fahren wieder in die Altstadt, um dort einen hörbeeinträchtigten Fremdenführer zu treffen, der uns durch das Zentrum der Stadt führt. Zum Glück ist Frau Zeller mit auf der Reise, sie dolmetscht. Die Altstadt ist beeindruckend schön und nach der Besichtigung geht es wieder nach Hause.

Der dritte Tag:

Das selbe Frühstück wie am Vortag, das macht mir nichts, denn es gibt wieder Nutella. Wir fahren mit dem Zug nach Örebro um ein Gymnasium für Gehörbeeinträchtigte Menschen zu besuchen. Es ist super interessant, ich sammle dort viele Erfahrungen. Es geht mit der Bahn zurück nach Stockholm. Dort besuchen wir einen Club für Gehörbeeinträchtigte mit dem Namen „DUKIS“. Die Menschen dort sind sehr offen und nehmen uns alle freundlich auf. Wir verbringen ein paar Stunden dort und gehen nun zum schwedischen McDonalds. „Max“. Im Hotel schlafe ich sofort ein, ich bin total müde.

Der vierte Tag:

Heute ist Freitag und ich beginne den Tag mit einem Nutella Brot. Es geht zunächst ins VASA-Museum. Es ist spannend, denn das ausgestellte Schiff, ist das Echte, dass damals beim Stapellauf unterging. Ein Hammer, echt umwerfend! Wir erfahren dort etwas über die Geschichte des Schiffes. Eine unglaubliche Ausstellung. Wir gehen danach in die größte Shoppingmall in ganz Schweden. Am Abend kommen wir wieder in unser Hotel und einige Schüler/Innen setzen sich wieder zusammen. Das ist unser letzter gemeinsamer Abend hier in Stockholm. Ich bin sehr traurig.

Der fünfte Tag:

Ich wache auf, packe meinen Koffer und esse mein letztes Nutella Brot hier in Stockholm. Bevor wir zum Flughafen aufbrechen gehen wir noch ins Nobel Museum. Ich bekomme nicht viel mit, weil ich müde bin, Ich war am Abend zuvor einfach zu lange auf. Die Führung durch das Museum erscheint mir endlos, dann endlich gehen wir unsere Koffer im Hotel abholen. Ab zum Flughafen. Um 16.50 hebt unser Flieger ab nach Wien.

Ich verlasse Stockholm mit einem weinenden und einem lachenden Auge. Ich bin dankbar für die schöne Zeit hier.

Bericht von Schülerin Kerstin Kargl 1 AWH

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