Eine Reise in die österreichische Vergangenheit – die kroatische Adria

Am 23. Juni, am Ende des letzten Schuljahres bestiegen wir- die 4HKA mit unserm KV Mag. Stindl und Mag. Obereder den Nachtbus nach Lovran, wo bereits Ende des 19. Jahrhunderts  Adelige und Künstler das milde Klima genossen und dem kalten österreichischen Winter entflohen. Bei prächtigem Wetter kamen wir ziemlich verschlafen an, was uns jedoch nicht davon abhielt, auf der berühmten Uferpromenade – Lungomare – nach Opatja zu spazieren. Dabei konnten wir die wunderschönen alten Gründerzeitvillen der Habsburger Monarchie bewundern, umgeben von Palmen und luxuriösen Gartenanlagen. Dabei wurde uns auch schnell bewusst, wie sehr der Habsburger Edeltourismus diese ehemals unbedeutenden Orte geprägt hat.

Man fuhr damals mit dem Salonzug von Wien oder Budapest nach Rijeka( damals Fiume) und von dort mit der Kutsche weiter zu den jeweiligen Domizilen .Neben Lovran, das seinen Namen von dem üppig wuchernden Lorbeer bezieht gehörten Opatja und Crikvenica (vor allem beim ungar. Adel) zu den Lieblingsdestinationen.

Aber auch Rovinj, das ehemalige istrische Hafenstädtchen, das bis zum 18.Jhdt. Venedig untertan war, durfte auf unserer Kulturreise nicht fehlen. Bereits am nächsten Tag machten wir uns auf die Reise und kamen mit einem Zwischenstopp beim Lim-Fjord, zu Mittag in Rovinj an. Von der Euphemia-Kirche hatten wir einen tollen Blick auf die bunten Häuser der Altstadt uns gingen danach durch die malerischen kleinen Gässchen zum Hafen. Dabei kamen wir am venezian. Uhrturm vorbei, verziert vom Markuslöwen, ergatterten originelle Souvenirs und entspannten uns letztendlich in den idyllisch am Meer gelegenen Lokalen.

Unser letzter Ausflug führte uns auf die Insel Krk , diesmal jedoch nicht mit dem Bus sondern von Crikveniva per Boot. Wir hatten Glück mit dem Wetter, das Meer glitzerte und war klar und der Himmel war wolkenlos. In dem Städtchen Vrbnik, das auf  einem 50m hohen Felsen über dem Meer liegt, angekommen, hatten wir eine interessante Stadtführung: wir erfuhren über den hier gekelterten Weißwein, den Vribicka Ziahtina, der als einer der besten Kroatiens gilt, gingen durch das engste Gässchen der Welt und verkosteten regionale Spezialitäten. Zurück gab es dann auch noch als krönenden Abschluss eine Panoramaschifffahrt entlang der Riviera von Opatja in Richtung Moscenicka Draga.

Es war eine wunderschöne Reise, die wir uns nach einem anstrengenden Schuljahr wahrlich verdient hatten und ein schöner Übergang in die wohlverdienten Ferien.

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