Exkursion in das Leopold Museum

Im Rahmen des Kulturtourismusunterrichts besuchten wir am Donnerstag, dem 28. März 2019, mit Fr. Prof. Schmahel-Plasenzotti und Fr. Prof. Kralicek das Leopold Museum im MuseumsQuartier Wien (MQ).

Das Leopold Museum ist eine einzigartige Schatzkammer des Wiener Jugendstils, der Wiener Werkstätte und des Expressionismus. Als meistbesuchtes Haus im MQ beherbergt es die bedeutendste und größte Egon Schiele-Sammlung der Welt sowie Meisterwerke des Secessionsgründers Gustav Klimt. Darüber hinaus zeigt das Leopold Museum Einzelstücke der Wiener Werkstätte von Josef Hoffmann bis Koloman Moser.

Am Beginn der Führung erzählte uns unsere Guide die Entstehungsgeschichte des Hauses, das als 2001 eröffneter eindrücklicher Neubau einen Kontrast zu den historischen Gebäuden der einstigen k.k. Hofstallungen bildet. Dann ging es hinauf in den vierten Stock, wo wir nicht nur Kunstwerke von Gustav Klimt sahen, sondern auch über dessen Bruder Ernst Klimt einiges erfuhren, der gemeinsam mit Gustav und Franz Matsch eine Künstler-Compagnie gründete und leider sehr früh im Jahre 1892 starb. Des Weiteren haben wir erfahren, dass Gustav Klimt deshalb zu malen begonnen hatte, da er in einer relativ armen Familie aufwuchs und diese mit versorgen musste. Wir bekamen auch einige allgemeine Informationen zu der Epoche um 1900, zum Beispiel, dass Frauen damals ab dem sechsten Lebensjahr ein Korsett trugen, um eine schöne Taille bekommen.

Zurück zu Gustav Klimt. Eines seiner bekanntesten Gemälde, das mir persönlich auch am besten gefiel, ist „Tod und Leben“, in dem der Kreislauf des menschlichen Lebens thematisiert wird. Neben dem Tod, der eine Keule hält und das „Leben“ mit einem bösartigen Grinsen betrachtet, sehen wir nackte Körper, die zusammengedrängt und von einer bunten Fülle von Blumen und Ornamenten umgeben sind. Jede Altersgruppe, vom Baby bis zur Großmutter, ist in dieser Darstellung des endlosen Lebenskreises gezeigt, wobei Klimt für den Tod kalte und für das Leben warme Farben genommen hat.

Auf dem Weg in den dritten Stock sahen wir einige Möbel von Otto Wagner, Koloman Moser und  Egon Schiele, und bevor dieser informationsreiche und interessante Ausflug zu Ende ging, besuchten wir auch noch das Atelier, ein lichtdurchfluteter Raum mit großer Fensterfront, wo wir zum Abschluss ein Bild mit dem Thema „Ein Bild in der Zukunft“ zeichnen. Das fiel bei einiges von uns pessimistisch aus, doch zum Glück gab es auch positive Blicke in die Zukunft.

Der Einblicke in die Zeit um 1900, den wir bei dieser Exkursion gewinnen konnten, hat uns allen jedenfalls sehr gefallen.

Nina Weinzettl & Maximilian Macheiner, 1HKB

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