1HKB und 3FKA auf den Spuren der Habsburger - Besuch im Sisi-Museum

Am 26. Februar besuchten wir, die 1HKB, gemeinsam mit der 3FKA das mitten im Herzen Wiens, direkt unter der Michaelerkuppel der Hofburg gelegene Sisi Museum. Begleitet von Fr. Prof. Schmahel-Plasenzotti, Fr. Prof. Schachner und Hrn. Prof. Zapfel gingen wir unter der Kuppel beim Michaelerplatz über die Kaiserstiege zum Eingang des Museums – der Weg, den seinerzeit Kaiser Franz Joseph und Sisi selbst genommen haben! Das hat natürlich schon einmal etwas Besonderes, und wir waren gespannt auf die Führung, die nun gleich beginnen sollte.

Gleich am Anfang erzählte uns die nette Kulturvermittlerin, die uns durch die Ausstellung führte, Überraschendes: Dass nämlich die Kaiserin zu ihrer Zeit eigentlich gar nicht so beliebt war, wie man das heute oft denken mag. Hier wurden wir also gleich mit einem anderen Bild der Kaiserin konfrontiert und mit den Mythen um ihre Person, die sich vor allem den „Sissi Filmen“ von Ernst Marischka verdanken.

Wir erfuhren im Weiteren viel über das Leben der Adeligen in der damaligen Zeit, und aus dem großen Angebot an Exponaten wurden uns zwei von Sisis Kleidern gezeigt und dabei erzählt, dass es bis zu vier Stunden dauerte, bis ihre Hochsteckfrisur fertig war, kein Wunder, denn ihre Haare reichten der Kaiserin bis zu den Knöcheln.

Auch über Kaiser Franz Joseph wurden uns einige sehr interessante Informationen vermittelt. Wie zum Beispiel, dass Bürger zu ihm kommen konnten, wenn sie Geld für bestimmte Dinge brauchten und er ihnen dieses dann zur Verfügung stellte. Weiters haben wir gehört, dass beim gemeinsamen Familienmahl nur solange wie der Kaiser gegessen werden durfte – wenn er fertig war, mussten alle ihr Besteck weglegen und zu essen aufhören. Sehr erstaunlich fand ich auch die Information, dass sich Kaiser Franz Joseph anmelden musste, wenn er die Gemächer von Sisi betreten wollte, und dass sie, wenn sie keine Lust hatte, ihn nicht in ihre Zimmer ließ.

Am Ende dieses interessanten Ausflugs besuchten wir noch die Silberkammer, die gleich neben dem Sisi Museum und den Kaiserappartements ein weiteres Highlight in der Hofburg ist. Gezeigt werden hier die Bestände der Hofsilber- und Tafelkammer, die nach dem Ende der Habsburgermonarchie an die Republik Österreich übergegangen sind. Wertvolles Glas, Silber, Porzellan sowie Koch- und Backutensilien der Hofküche geben Einblick in die höfische Tafelkultur.

Meiner Meinung nach ist die Silberkammer der Hofburg sehr beeindruckend, obwohl sie vom ersten bis zum letzten Raum und vom ersten bis zum letzten Exponat die Prunksucht der Habsburger-Dynastie zum Ausdruck bringt. Tja, so war das damals eben – alle Mitglieder des Hauses wurden bereits mit einem silbernen oder gar goldenen Löffel im Mund geboren. Dies alles derart geballt sehen zu können, ist schon gewaltig – bisweilen etwas abschreckend –, aber trotzdem sehr eindrucksvoll.

1HKB, Nina Weinzettl & Maximilian Macheiner

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