Kälte als Symbol für Entfremdung – „Antarktika“ in der Kunsthalle Wien

Wer kennt nicht das Gefühl von Fremdheit oder Entfremdung? Nicht nur Fluchtbewegungen führen zu entsprechenden Erfahrungen, sondern auch die vielen Veränderungen, mit welchen wir in unserem Alltag konfrontiert sind, können dieses Gefühl auslösen. In der modernen Kunst wird dieser Begriff oft durch Kälte symbolisiert. Daher trägt die Ausstellung über Entfremdung in der Kunsthalle Wien den Titel „Antarktika“. Am Freitag, den 25.1. 2019 besuchten alle Klassen der Expositur diese Ausstellung, um sich mit diesem Thema im Rahmen eines Lehrausganges zu befassen.

Ein Kunstvermittler und eine Gebärdensprachdolmetscherin brachten uns das Thema näher und gemeinsam entdeckten wir einige Kunstwerke von jungen Künstlerinnen und Künstlern. In der nächsten Phase durften unsere Schülerinnen und Schüler selbst aktiv werden. Es wurden Social Media Charakterbögen verteilt und in Dreiergruppen bearbeitet. Dabei musste man ein fiktives Social Media Profil erstellen zu einer Person auf den Bildern. In einem letzten gemeinsamen Gespräch wurde erarbeitet, wie die einzelnen von den Schülerinnen und Schülern gewählten Personen zum Betrachter „sprechen“. Social Media ermöglicht es uns, an vielen Veränderungen teilzunehmen. Auch das kann zu Entfremdung führen, wie wir festgestellt haben. Oft ist es gar nicht so einfach, aus diesem Kreislauf auszusteigen, wie ein berühmter Spruch erahnen lässt: „Wer aus dem Hamsterrad herausfindet, findet sich immer noch im Käfig wieder.“

Sonja Etzelsdorfer

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