London before Brexit

Eine Projektwoche der Expositur in London vom 11.3. – 15.3.2019

Die alljährliche Projektreise der Expositurklassen ist immer ein Highlight des Schuljahres und diesmal ging es in die Hauptstadt Englands, London. Da der Brexit auf Ende März festgelegt wurde, waren wir ein bisschen nervös und auch des Besuches vor dem vorprogrammierten Chaos dankbar.

Schon beim Flughafen wurden alle Personen aus einem Nicht-EU-Land durchgecheckt und auf Herz und Nieren geprüft. Mit der EU-SchülerInnenliste kamen wir problemlos durch alle Kontrollen.

Nach dem zweieinhalbstündigen Flug landeten wir sicher in London. Diesmal holte uns ein Shuttlebus ab, der uns direkt ins Hotel brachte, wir genossen diesen Extraservice und nach 1,5 Stunden Fahrt kamen wir beim Hotel Royal National in Bloomsbury an.

Nach dem Check-In und dem Beschlagnahmen des Zimmers trafen wir uns wieder in der Lobby und spazierten zu einem sehr speziellen asiatischen Restaurant namens inamo. Es ist mit Hightech-Elementen ausgestattet: Wir konnten unsere Bestellung per Touchscreen, den es auf dem Tisch gab, aufgeben, Spiele spielen, in die Küche hineinschauen und auch die Rechnung verlangen. Somit war es für uns komplett barrierefrei. Danach ging es wieder ins Hotel und wir fielen alle ins Bett.

Am zweiten Tag fuhren wir nach einem Kontinentalfrühstück in das Warner Bros. Harry Potter Studio. Die Anreise dauerte sehr lange, da sich das Studio außerhalb Londons befindet, aber es war einen Besuch wert. Die Audio-/Videoguides waren mit Untertitel versehen, Österreich kann sich hier eine Scheibe abschneiden. Wir sahen alle Originalrequisiten und waren ob der Inszenierung verblüfft. Was es alles zu sehen und bestaunen gab! Man konnte auch Zauberstäbe der Schauspieler kaufen und ganz viele Souvenirs erwerben. Glücklich kehrten wir wieder nach London zurück und fuhren zum Picadilly Circus. Dort wurden alle Klassen, außer der 1FHH, entlassen und hatten bis 21 Uhr Ausgang. Die Übrigen gingen mit den Lehrkräften Abendessen und wir riskierten einen Blick in das riesige M&M-Haus, wo es auf vier Stockwerken nur M&M’s gibt. Anschließend fuhren wir wieder ins Hotel.

Nach dem Frühstück ging es am dritten Tag Richtung Buckingham Palace und wir sahen kurz die Changing of the Guards. Da es an diesem Tag kalt war, gingen wir schnell weiter zum Trafalgar Square und machten draußen eine Sightseeing Tour. Wir sahen alle wichtigen Eckpunkte von London und die Sonne begrüßte uns. Wir besuchten die Downing Street, in der die Premierministerin May wohnt, Horse Guards auf dem Weg, Westminster, den in Renovierung stehenden Big Ben und den London Eye. Dort machten wir eine etwas späte Mittagspause und gleich ging es weiter Richtung Tower of London und London Bridge. Anschließend fuhren wir noch zum Deaf Club, wo wir gehörlose Jugendliche kennenlernten, einige lustige Spiele spielten und uns sehr gut unterhielten. Es ist immer ein Erlebnis, gehörlose SchülerInnen aus anderen Ländern zu treffen. Danach gab es wieder freien Ausgang und müde Augen bei der Rückkehr ins Hotel.

Da am vierten Tag schon Kräfte schwanden, waren wir über den Besuch in dem nahen British Museum dankbar. Dort verblieben wir knappe zwei Stunden und schon das imposante Gebäude hinterließ einen bleibenden Eindruck. Viele Exponate sind riesengroß und es war wirklich spannend, durch alle ausgestellten Zeitebenen durchzumarschieren.

Danach kam ein langersehnter Teil der Reise: Shopping in der Oxford Street. In drei Stunden machten wir die ganze Straße unsicher und deckten uns mit Mitbringsel, neuen Kleidungsstücken und Tee ein. Nach der Rückkehr waren wir im hoteleigenen Restaurant Pizza essen und tauschten uns über den Tag aus. Im Zimmer wurden dann weiter Spiele gespielt und Erinnerungen ausgetauscht.

Am letzten Tag waren die meisten SchülerInnen schon so müde, dass ein Teil der Gruppe im Hotel blieb, während der Rest noch in den Covent Garden spazierte und dort die niedlichen Geschäfte, Teesorten und andere tolle Flohmärkte besichtigte. Nach der Rückkehr ins Hotel wurden wir auch schon mit dem Shuttlebus abgeholt und es ging gen Flughafen. Nach dem Check-In waren wir auch schon im Flugzeug und flogen glücklich und mit vielen Erinnerungen nach Hause. Wir sagen: danke London!

Lydia Fenkart BA

 

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