Tourismushotspot Albertina - Massentourismus oder klein und fein?

 

Friederike Lassy-Beelitz, stellvertretende Leiterin der Kunstvermittlung in der Albertina, beehrte unsere Schule am 14. Dezember für einen Vortrag über die Albertina als Tourismushotspot. Über 100 SchülerInnen und LehrerInnen nahmen teil und wurden so mit Problemen und Barrieren des Tourismus konfrontiert, nachdem Fr. Lassy-Beelitz einen interaktiven Einstieg in den Bereich Kulturtourismus und Museum anbot, bei dem sich herausstellte, dass sicher 30 % der anwesenden SchülerInnen auch freiwillig Museen besuchen.

Fr. Lassy-Beelitz führte vor allem Barrieren des Tourismus an, die es für TouristInnen wie aber auch für den Tourismus selbst gebe. Sie äußerte sich durchaus kritisch zum Massentourismus, was zu einer sehr lebhaften, anschließenden Diskussion führte. Die Fragen, die sich dabei stellen: soll ein Museum den Weg Richtung Massentourismus mit allen damit verbundenen Konsequenzen gehen (Durchschleusen der Menschen, keine Garderoben, keine Zeit für individuelles Betrachten) oder soll man einzelnen BesucherInnen nicht vielmehr die Zeit geben, sich in Werke zu vertiefen? Die Albertina versucht sich hier an einem Mittelweg mit einerseits großen Blockbusterausstellungen (heuer: Schiele und Raffael), andererseits aber kaum bekannten KünstlerInnen wie Martha Jungwirth oder Florentina Pakosta (2018) sowie Contemporary Ausstellungen, die ebenfalls weniger Publikum anziehen. Auch die Frage der Politik stellte sich, inwiefern Politik Einfluss auf den Museenbetrieb habe. So musste die Albertina während der Ukraine-Krise einen starken Rückgang der russischen Gäste verzeichnen. Lassy-Beelitz führte jedoch aus, dass die Politik auch positiven Einfluss haben kann, wofür der Gratiseintritt für U-19-Jährige in Bundesmuseen ein gutes Beispiel sei.

Was blieb war ein durchaus spannender Vortrag mit starker Beteiligung der SchülerInnen, einer sehr anregenden Diskussion und ein kurzweiliger Nachmittag.

Der Vortrag wurde vom KTOU-Lehrer der Klassen 1HKA und 1HKB, Alexander Hoffelner, in Kooperation mit der Albertina Wien durchgeführt und geplant.

 

 

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