Vienna’s dark side – Ausflug der 3HKB

Am 17. Mai 2018 besuchten wir in Begleitung unseres Klassenvorstands, Frau Prof. Sanna, die Kanalisation Wiens im Rahmen der „3.Mann-Tour“ und danach das Foltermuseum.

Der „3. Mann“ ist einer der berühmtesten Filme, der im zerstörten Wien der Nachkriegszeit spielt. Einige Szenen des Films wurden in der Wiener Kanalisation gedreht, und diese Drehorte kann man im Rahmen der „3. Mann-Tour“ besuchen.

Die Tour beginnt erst mal an der frischen Luft: Am Karlsplatz vor dem Einstieg hinunter wurde uns zunächst von Michi die Geschichte der Wiener Kanalisation erzählt. Dann demonstrierte Michael (ja, unsere Guides hießen Michi und Michael), dass es im Beruf des Kanalarbeiters durchaus von Vorteil ist, nicht zu groß zu sein, weil die Kanalröhren weder besonders hoch, noch angenehm breit sind. Nun ging es in die wenig wohlriechende Unterwelt Wiens. Ausgestattet mit einem Helm samt Lamperl betraten wir durch den „Hollywood-Einstieg“ (wie richtige Stars) die Kanalisation. Dort erfuhren wir viel Neues nicht nur über den Dreh des Filmes „Der 3.Mann“, sondern auch über die Arbeit der Kanalarbeiter und allgemein über die sanitäre Infrastruktur der Stadt Wien. Michi und Michael waren dabei sehr unterhaltsame Guides und brachten uns dann wieder leicht übelriechend, aber heil zurück an die Oberfläche. Ich kann die Reise in die Kanalisation nur empfehlen.

Um auch ein bisschen Sport zu machen, gingen wir unter viel Gejammere zu Fuß vom Karlsplatz zum Foltermuseum, welches neben dem Haus des Meeres zu finden ist. Das Foltermuseum befindet sich in einem Luftschutzbunker aus dem 2. Weltkrieg, der in ein Museum umgewidmet wurde. Also ging es wieder unter die Erde.

Wenn man durch das Foltermuseum geht, ist man über die Kreativität und Vielfalt von Foltermethoden schockiert. Es scheint, als habe der Mensch schon immer gerne seine Mitmenschen gequält und misshandelt. Im Museum wird auch klargestellt, dass auch heute noch Menschen  gefoltert und Menschenrechte missachtet werden – eine wichtige Message, die allein schon einen Besuch des Museums wert ist.

Luise Macku, 3HKB

Zurück