Wien – Triest

Endlich – wir, die Italienischgruppe der 3 HKA, fahren nach Triest!!! Da wir vor einem Monat bereits Besuch von einer Klasse der italienischen Partnerschule IALFVG hatten, tauschten wir nun die Rollen und machten uns am Sonntag, den 19. März, gemeinsam mit unserer Italienischprofessorin, Frau Prof. Schmahel-Plasenzotti, im Flix Bus auf den Weg nach Triest. Wir waren schon sehr auf die Stadt gespannt!

Nach einer siebenstündigen Busfahrt durch Österreich und Slowenien kamen wir letztendlich in der Hafenstadt an und wurden von den Triestiner SchülerInnen mit einem Essen in einer kleinen Pizzeria herzlich willkommen geheißen. Das Prinzip war gleich wie bei dem Aufenthalt der TriestinerInnen bei uns in Wien: Wir wohnten allein oder zu zweit bei italienischen Gastfamilien und konnten uns dadurch wie zu Hause fühlen. Offizielle Kommunikationssprache war Italienisch, manchmal halfen wir uns aber auch mit Englisch.

Am Programm standen viele Aktivitäten und Ausflüge: Unsere Woche begann am Montag damit, die Schule in Monfalcone zu besuchen. Der normale Unterricht findet immer in Triest statt, doch der Service- und Kochunterricht im 40 Kilometer nördlich von Triest entfernten Monfalcone, ein kleiner Hafenort mit einer großen Werft. Wir nahmen am Unterricht teil, flambierten unter anderem Spaghetti Carbonara, filetierten Fisch, lernten das korrekte Einschenken von Wein, machten Cocktails und wurden zu guter Letzt hervorragend bedient und zu einem Mittagessen (natürlich von SchülerInnen zubereitet) eingeladen.

Wir besuchten auch andere Städte und Orte wie Grado, Venedig und den kleinen Ort Muggia. In Venedig verbrachten wir einen ganzen Tag. Wir begannen unsere Lagunentour mit zwei Hotelführungen durch zwei 4 Sternhäuser, das Hotel Principe und das Hotel Savoia & Joland. Nach der Besichtigung des Dogen Palastes und des Domes hatten wir die Möglichkeit, die Stadt selbst zu entdecken. Am frühen Abend hieß es Abschied nehmen und wir fuhren mit dem Zug zurück nach Trieste, wo uns unsere Gastgeschwister wieder abholten.

Natürlich unternahmen wir auch genug in der Stadt Triest: Wir besuchten das Schloss am Meeresspitz, „Mira Mare“, in welchem der Kaiser Maximilian von Mexico, ein Bruder von Kaiser Franz Josef, residierte und spazierten am berühmten Lungomare di Barcola entlang. Am Mittwoch fuhren wir in die riesige Grotta Gigante in Scogino, die weltweite größte Schauhöhle, rund 15 Kilometer von Triest entfernt. Dort stiegen wir 160 m in die Tiefe herab, wo wir das atemberaubende Gestein und die enorme Höhle bewundern konnten.

Donnerstags ging unsere Reise in zwei Fabriken in Muggia weiter. Zuerst bekamen wir eine ausführliche Führung durch die größte Pastafabrik Europas, PastaZara. Anschließend besuchten wir die Pasticceria Bombom, ein kleine, exquisite Mehlspeisen- und Tortenmanufaktur, in der wir sogar die Möglichkeit hatten, Schokoladeschriftzüge auszuprobieren  und Osterstriezel zu flechten. Von Muggia aus nahmen wir die Fähre zurück nach Triest, nach einem kurzen Abstecher in den italienischen Spezialitätenmarkt EATALY  hatten wir den restlichen Tag Zeit für uns.

Noch am selben Abend gingen wir alle in eine nette Pizzeria, um die gemeinsame Zeit ausklingen zu lassen. Freitagmorgens wurden wir zum Busbahnhof begleitet, stiegen in den Bus und fuhren zurück nach Österreich.

Obwohl wir alle froh sind wieder daheim zu sein, werden wir unsere italienischen Gäste und Gastgeber und die Zeit dort sehr vermissen!     Lilly Trepotec, 3 HKA

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