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Ein Ausflug nach Mauthausen: erinnern und reflektieren
Klassenbeitrag

Die Klassen der Expositur besuchten gemeinsam mit drei Klassen des Bundesinstituts für Gehörlosenbildung unter der Leitung von Susanna Lazarus die KZ-Gedenkstätte Mauthausen in Oberösterreich.

"Zu sehen, was recht ist, und es gegen seine Einsicht nicht tun, ist Mangel an Mut."
Konfuzius

Das Mauthausen-Memorial vermittelte uns nicht nur eine bessere Vorstellung der damaligen Geschehnisse, sondern warf auch die Frage auf: „Und was hättest du damals getan?“.

Mauthausen war das größte Konzentrationslager auf österreichischem Boden und wurde als Arbeits- u. Vernichtungslager geplant. Heute dient das Mauthausen-Memorial als Gedenkstätte und als Ort, an dem die Bewusstseinsbildung über die schrecklichen Geschehnisse aus der Zeit des Nationalsozialismus als stille Mahnung an alle Besucher*innen weitergegeben wird.

Unsere Begleiterin für den Rundgang, eine ältere Dame, die selbst in der näheren Umgebung des Konzentrationslagers aufwuchs, erinnerte uns immer wieder daran, dass die damaligen Gräueltaten auch durch die stillschweigende Akzeptanz der Bevölkerung ermöglicht wurden. Als Beispiel führte sie die vielen Matches der SS-Fußballmannschaft, die in unmittelbarer Nähe des KZ mit zahlreichen, jubelnden Zuseher*innen stattfanden, auf. Sie wies uns darauf hin, dass Menschen, die bei Unrecht wegschauen und den Weg des geringsten Widerstandes gehen, oder aus Furcht und Existenzangst nichts unternehmen, sowie ihre Einstellung nach dem Motto „Ich kann es eh nicht ändern“ rechtfertigen, sich ebenfalls mitschuldig machen.

Die Erzählungen und Erklärungen unserer Begleitperson ließen viele von uns darüber nachdenken, wie wir selbst uns in Situationen, die Zivilcourage erfordern, verhalten würden. Mit vielen neuen Eindrücken und in einer gedankenvollen Stimmung traten wir am späten Nachmittag wieder die Heimfahrt nach Wien an.

Statements von Schüler*innen:

Mauthausen gibt einen Einblick in eine grausame Vergangenheit. Das bereitet Gänsehaut.

Zum Gedenken an die Opfer haben viele Besucher*innen des Memorials Sachen mitgebracht und dort abgelegt, die man nun sehen kann. Das ist eine schöne Idee.

Ich hätte eigentlich noch länger dort bleiben wollen, um mehr über das KZ zu erfahren. Es hätte noch viel zu sehen gegeben.

Betreuende Lehrkräfte: Susanna Lazarus und Sonja Pichler

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