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Von Valencia nach Wien: Spanisch in Global Skills

Schriftzug Valencia
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Global Skills bedeutet auch Mehrsprachigkeit. In unserem – in Österreich einzigartigen – Ausbildungsschwerpunkt an der HLMW9 sollen Schüler*innen auf das Leben in der heutigen Welt vorbereitet werden. Dazu zählen digitale Skills und Soft Skills wie Kreativität, Kommunikation, Kooperation und kritisches Denken ebenso wie Mehrsprachigkeit. Genau hier setzt das Erasmus+-Projekt „Global Skills. Mehrsprachig“ an.

Warum gerade Spanisch? Spanisch ist eine echte Weltsprache, die auf mehreren Kontinenten gesprochen wird. Zudem können die Schüler*innen im Schwerpunkt Global Skills Spanisch als zweite lebende Fremdsprache wählen. Es liegt also nahe, die Sprache nicht nur im Spanischunterricht, sondern auch in anderen Fächern lebendig werden zu lassen.

Im Rahmen des Projekts reisten zwei Lehrer der Schule, Nikola Nujić und Alexander Hoffelner, im Juni 2026 nach Valencia. Bei einem Sprachkurs sollten die eigenen Spanischkenntnisse erweitert und erste Ideen gesammelt werden in Bezug auf die Frage, wie sich Spanisch als Fremdsprache auch in andere Unterrichtsfächer integrieren lässt. Clara von der Sprachschule Vive Spanish gestaltete einen abwechslungsreichen, interaktiven Unterricht auf Niveau A1.

Parallel dazu wurden ab Juni 2026 an der HLMW9 Interviews mit den beiden Kolleginnen aus der Spanischfachgruppe, Alexandra Kelner und Andrea Seifried, geführt. Außerdem wurden die 1. Klassen aus Global Skills zu ihrer Meinung befragt, wie sie es fänden, wenn auch in Global Skills Spanisch gefördert würde. Die Ergebnisse aus Interviews und Befragung zeigten durchaus Zustimmung.

curso de español
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Im heurigen Schuljahr läuft bereits der Pilotversuch in der 1HWB. Kleine Übungen zu spanischen Vokabeln, vor allem theaterpädagogischer Art, werden schrittweise in das Fach Global Skills eingebaut. So haben die Schüler*innen bereits in der dritten Schulwoche Berufe, die sie am Vormittag gelernt hatten, am Nachmittag in Global Skills als freeze frame dargestellt – also als Standbild mit dem eigenen Körper. Die anderen mussten mit der Frage „¿Eres …?“ raten, die Person im Standbild antwortete mit „Sí, soy …“ oder „No, no soy …“. So wurde spielerisch, kreativ und mit dem ganzen Körper nachhaltig gelernt. Außerdem wurden die Zahlen im Bereich 0 bis 10 im Kreis und verbunden mit Emotionen, wie zum Beispiel laut, leise, chaotisch, usw. gesagt. So sollten die Vokabeln anwendungsbezogen gefestigt werden.

Unsere Schule ist außerdem eine Kooperationsschule der Universität Wien. In diesem Rahmen wird das Projekt bildungswissenschaftlich begleitet. Untersucht wird, welche Chancen, aber auch welche Risiken es birgt, wenn Lehrpersonen, die selbst nicht Spanisch studiert haben, Übungen in ihren eigenen Unterricht integrieren. Unsere beiden Spanischkolleginnen sehen bisher vor allem ein Potenzial: Die Hemmschwelle für die Schüler:innen ist niedriger, weil Spanisch in diesen Stunden nicht benotet wird und die Lehrpersonen selbst die Sprache noch lernen. Das kann als großer Pluspunkt gesehen werden.

Auch die Schüler*innen haben die Stunde mit den Berufen sehr positiv beurteilt. Eine Schülerin schrieb dazu: „Ich fand es gut, weil es fächerübergreifend ist und wir dann auch Spanisch üben. Vor allem am Anfang, wenn man eine neue Sprache lernt, sind solche Übungen hilfreich.“ Ein anderer Schüler meinte: „Ich fand die Spanisch-Arbeit gut, weil wir nicht nur gesagt und geschrieben haben, sondern weil sehr viel Kreativität und Abwechslung dabei war.“ Ein theatraler Zugang und Fremdsprachenlernen in anderen Fächern können also durchaus Potenzial bieten. Ob sich das bestätigt, wird die Begleitforschung im Laufe des Schuljahres zeigen.

Kofinanziert von der Europäischen Union im Rahmen von Erasmus+ (kurzfristige Projekte), durchgeführt vom OEAD.

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